SID: Sound Interface Device

weitersagen ...
Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedIn

SID

Die Kerberos-Cartridge hat mich dazu gebracht, mich endlich mal mit den Soundeigenschaften des C64 zu beschäftigen. Auf den folgenden Seiten dreht sich also alles um Musik und Soundeffekte.

Nichts gegen den VIC-II, aber die Sound-Eigenschaften des C64 waren zu seiner Zeit einfach überwältigend. Auch heute haben die C64-Sounds noch ihre ganz eigene Faszination. Daher ist in meinen Augen der herausragendenste Baustein im C64 der (oder das?)…

SID (Sound Interface Device)

 

Der SID bietet euch u. a.:

  • 3 Stimmen (sog. digitale Oszillatoren)
  • vier Wellenformen: Sägezahn, Dreieck, Rechteck und Rauschen
  • die Pulsbreite (wird bei der Wellenform Rechteck verwendet) ist je Oszillator einstellbar
  • drei Hüllkurvengeneratoren, alle Phasen des Tonablaufs sind getrennt einstellbar
  • mischbare Hoch-, Tief- und Bandpassfilter
  • Ringmodulator
  • Synchronisationsmöglichkeit der Oszialltoren
  • zwei analog/digital Wandler
  • einen filterbaren Audioeingang

Commodore hat zwei verschiedene Hauptversionen des SIDs im C64 verbaut (daneben gab es noch einige sog. Revisionen). Den Anfang machte der 6581, später (im C64C) kam der 8580 zum Einsatz. Da sich die Eigenschaften der beiden Chips bei der Klangwiedergabe unterscheiden, gibt es Befürworter für den einen oder anderen Baustein. Viele Musikstücke sind auch speziell auf einen der Chips ausgelegt und entfalten nur auf dem dafür vorgesehenen ihre volle Pracht.
Es gibt übrigens noch einen 6582! Dieser wurde allerdings nie ab Werk im C64 (oder C128) verbaut. Allerdings wurde er hin und wieder als Ersatz für defekte 8580 verwendet. Da die Chips verschiedene Spannungen erwarten, der 6581 benötigt 12V, 8580 & 6582 brauchen stattdessen 9V, könnt ihr die Chips leider nicht beliebig untereinander tauschen.

SID: Ein DualSID-Board für zwei 8580
Ein DualSID-Board für zwei 8580

Der SID liefert von Haus aus ‚nur‚ Mono-Sound. Wer möchte, kann aber (mit speziellen Platinen) einen zweiten SID in den C64 einbauen und so eine Stereo-Wiedergabe ermöglichen. Diese macht natürlich nur dann Sinn, wenn die Musik auch auf diesen zweiten SID zugreift. Der zweite Audiokanal wird dabei häufig über einen Pin der Videobuchse am C64 nach Außen geführt.
Es gibt übrigens auch die Möglichkeit einen zusätzlichen SID als Cartridge an den C64 zu stecken (z. B. die ‚SID Symphony Stereo Cartridge‚ von CMD).

Neben der Sound / Musik Wiedergabe ist der SID übrigens auch noch für einige andere Aufgaben zuständig, so wertet er z. B. auch die analogen Paddle– oder Maus-Signale aus. Ihr könnt den SID auch für die Erzeugung von Zufallszahlen zweckentfremden (s. ‚Zufallszahlen in Assembler‚).

Falls euer SID mal das Zeitliche segnet, habt ihr ein kleines Problem. Diese Bausteine werden bekanntlich (so wie der ganze C64) schon seit Jahren nicht mehr gefertigt und mittlerweile erzielen einzelne SIDs höhere Preise auf den einschlägigen Auktionsseiten, als ein kompletter C64!
Es gibt aber eine Alternative: Man kann zu Nachbauten wie z. B. dem nano SwinSID greifen. Diese bilden mit einem programmierbaren Mikrocontroller einen SID nach. Allerdings passt der Klang nicht 100%ig zum Original und bisher können auch keine Paddles oder Mäuse mit einem solchen Ersatzbaustein betrieben werden.

Mit dem Turbo Chameleon 64 bekommt ihr übrigens automatisch einen SID auf FPGA-Basis. Das Modul kann schließlich auch ohne C64 betrieben werden und dann muss es den Sound selbst erzeugen. Außerdem könnt ihr einstellen, ob ihr einen 6581 oder 8580 ‚verwenden‚ wollt. Das Chameleon ermöglicht es euch sogar, einen zweiten SID zu aktivieren und so (ohne Umbauten) in den Genuss der Stereowiedergabe zu kommen.

Genug gefaselt, nun wenden wir uns endlich der Programmierung des SID zu. Ich möchte vorab schon mal alle Musiker um Entschuldigung bitten. Im Musikunterricht habe ich schon an der Triangel versagt, daher möchte ich jeden bitten mich zu korrigieren, falls ich falsche Begriffe verwende. Unmusikalisch, wie ich nun mal bin, nähere ich mich dem ganzen eher von der technischen Seite.

Den Anfang macht die SID Registerübersicht.


 

<<< zurück | weiter >>>

 

weitersagen ...
Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on LinkedIn

Schreibe einen Kommentar


Beachtet bitte, dass ich eure Kommentare erst manuell freigegeben muß, bevor sie auf der Seite erscheinen! Da ich nicht pausenlos am Rechner sitze, kann es schon mal etwas dauern, bis ein Kommentar für alle sichtbar ist.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected by WP Anti Spam