EPROM-Brenner

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Burn baby burn: EPROM-Brenner

Um Modulkarten wie die REX-9502 zu bestücken oder andere Kernals in den C64 einzubauen, bietet sich ein EPROM-Brenner an. Ihr könnt dann eure Programme selbst erstellen (s. „Ein EPROM brennen“) und auf durch UV-Licht löschbare EPROMs (Erasable Programmable Read Only Memory) schreiben. Dazu besitzen die Bausteine ein kleines Sichtfenster, dass im Einsatz häufig abgeklebt ist, damit das EPROM nicht im Laufe der Zeit seine Programmierung durchs Tageslicht verliert.

EPROM_001
2764 EPROMs

 

TINY-Eprommer

64'er Sonderheft 84
64‘er Sonderheft 84

Dieser EPROMMER erschien im 64‘er Sonderheft 84 als Bauanleitung. Er wird in den User-Port gesteckt und zusätzlich mit den Joystick-Anschlüssen des C64 verbunden. Mittlerweile gibt es auch Anleitungen, wie man den Brenner für größer EPROMs umbauen kann. Meiner entspricht dem ursprünglichen Layout. Die Software wurde auf der Diskette zum Heft gleich mitgeliefert. Meine ersten Gehversuche mit dem Brenner waren vollkommen problemlos, so dass ich ihn durchaus weiterempfehlen kann.

 

 

 

Der TINY-Eprommer
Die Software
Die Software

 

DELA EPROMMER II

Beim ebay-Kauf meines C64C inkl. Zubehör war ich erfreut auch diesen EPROMMER im Paket zu finden. Da er nicht aufgelistet war, hatte ich den natürlich auch nicht erwartet. Im Gegensatz zum TINY, benötigt dieser hier, keine Verbindung mit den Joystick-Anschlüssen, dafür ist die Platine aber auch etwas länger. Allerdings machte der EPROMMER einen etwas mitleidigen Eindruck, es fehlten einige Bauteile! Also habe ich im Netz gesucht und durch Bilder von anderen Anwendern, die fehlenden Teile identifiziert und nachgelötet.

Auf den ersten Blick habe ich anscheinend Glück gehabt, jedenfalls wurden die ersten Test-EPROMMs erfolgreich erstellt. Die DELA-Software fand ich zwar etwas verwirrender, als die vom TINY, dass ist aber kein wirkliches Problem.

Oben fehlen die Bauteile noch, unten nach der Ergänzung

 

Die Software zum DELA-Brenner

 

 

 

Quickbyte II (REX 9603)

Der Quickbyte II wird als einer der besten (wenn nicht sogar als der beste) EPROMMER für den C64 angesehen. Er wurde ursprünglich von Jann Datentechnik entwickelt und vertrieben. Nach dem Konkurs der Firma übernahm die bekannte Zubehörschmiede REX-Datentechnik den Quickbyte II – EPROMMER.

Quickbyte II von REX-Datentechnik (REX 9603)
Quickbyte II von REX-Datentechnik (REX 9603)

Der Kondensator wurde übrigens zur Sicherheit „verlängert“, da er sonst dem Gehäuse gefährliche nahe kam.

Hier sieht man, warum der Kondensator etwas verlagert wurde.
Der Kondensator wurde etwas verlagert.
Das Menü
Das Menü

Das Gerät wird an den Expansions-Port (Modulschacht) des C64 gesteckt. Die Software befindet sich in einem EPROM auf der Modulkarte, daher ist der Brenner direkt nach dem Einschalten des C64 einsatzbereit. (Achtung: Beim Einschalten darf sich kein EPROM im Textool-Sockel der Karte befinden!). Der Quickbyte II fungiert somit auch als Modul, er bietet neben der Brennersoftware noch einen Maschienensprache-Monitor und einen Floppy-Speeder (Faktor 6).

Der Modulport wurde übrigens durchgeschliffen, sodass man direkt andere Module über den Brenner auslesen kann.
Die Auswahl der brenn- und lesbaren Typen ist äußerst umfangreich. Sie reicht von den bekannten 25xx und 27xx Bausteinen, über C-MOS-Typen bis zu EEPROMS!

Katalogauszug
Katalogauszug

Ich werde zukünftig wohl nur noch den Quickbyte II verwenden. Durch die sofortige Einsatzbereitschaft und den großen Funktionsumfang gefällt er mir von meinen mittlerweile drei Brennern am besten.

 

EPROM-Löschgerät

Dies ist zwar nicht direkt RETRO, aber wer EPROMs nutzt, muss diese hin und wieder auch löschen können. Gelöscht wird mit UV-Licht, dass durchs Sichtfenster des EPROMs fällt. Das ist auch der bereits oben erwähnte Grund, weshalb bei fertigen EPROMs dieses Fenster meistens abgeklebt ist.
Ich habe mich (leider?) für einen China-Import entschieden, den ich über den Amazon-Maketplace aus England bezogen habe. Das Gerät macht keinen wertigen Eindruck! Es funktioniert zwar, ich bin aber mal gespannt wie lange. Der Preis lag bei 17,- EUR inkl. Versand.

Eine Warnung: Der Stecker des Gerätes entspricht nicht der deutschen Norm! Das war bei Amazon (in Gegensatz zu meinem Bild s. u.) leider nicht zu erkennen und stand auch nicht in der Beschreibung. Aktuell verwende ich einen Adapter, werde aber bei Gelegenheit einfach mal das vorhandene Kabel gegen ein passendes tauschen.

Wackeliges Plastik pur.
Wackeliges Plastik pur! Beachtet den Stecker!!

 

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2 Gedanken zu „EPROM-Brenner“

  1. Finde die Web-Site sehr gut gelungen.
    Habe einen Dela E-Prommer I, mit den Anleitungen – für Änderungen auf der Platine zur Programmierung von E-Proms, 27256.
    Hab aber keine Software mehr, als Disk.
    hab die damals auf eine E-Prom-Karte 256-kByte geschossen.
    C64 und Floppy 1541 vorhanden.
    Hat Jemand die Dela Software für mich ?

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