C64 Reloaded

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C64 Reloaded: Eine neue universale Hauptplatine für den C64

Am 01.04.2014 (ja am ersten April) wurde öffentlich bekannt, dass Jens Schönfeld (Individual Computers, die Macher des Turbo Chameleon 64) an einer komplett neuen Hauptplatine für den C64 (jetzt als C64 Reloaded bekannt) arbeitet. Anfänglich als Aprilscherz abgetan, stellte sich nach kurzer Zeit heraus, dass dies mitnichten ein Scherz war.

Herausgekommen ist eine komplett neue Hauptplatine, die sich laut Jens, am Layout der original Commodore-Platine mit der Assy-No. 250466 orientiert. Die Platine passt in das Brotkastengehäuse und in das flache Gehäuse vom C64C. Somit kann sie natürlich auch in die neuen Gehäuse von Dallas Moore eingebaut werden. Es wurde darauf geachtet, dass für das Drumherum möglichst gängige Bauteile zum Einsatz kommen. Allerdings ist nun fast alles mit SMD-Bauteilen bestückt, was das Basteln und Reparieren später etwas erschwert. Es müssen aber weiterhin die bekannten Hauptbausteine vom C64 (VIC-II, SID, 6510, CIA, PLA, usw.) aufs Board gesteckt werden. Um die Bestückung zu erleichtern sind alle DIL-Bausteine (bzw. DIP, wenn euch diese Bezeichnung lieber ist) gesockelt, für VIC-II, SID, 6510 und PLA sind sogar Nullkraftsockel vorhanden.

Die Entwicklung zog sich etwas länger hin, aber Ende April 2015 konnte man die ersten Platinen in einer E-Mail-Auktion ersteigern. Das Besondere daran war, dass die 20 höchsten Bieter Boards mit den Seriennummern 1 bis 20 bekommen haben. Wobei der Gewinner sich die SNr. aussuchen durfte, die restlichen 19 wurden zufällig vergeben. Darüberhinaus ist das Board vollbestückt und man konnte es individuell konfigurieren: Mit Nullkraft- oder Präzisionssockel; PAL bzw. NTSC VIC-II; original PLA oder Nachbau (SuperPLA V3); original 8701-Timing-Generator oder CSG8701-Nachbau. Außerdem gab es auf Wunsch ein Autogramm von Jens auf die Platine.

Ich war zwar nicht unter den Top-20, da aber viele die Nachbauten wollten, habe ich auch noch eine Platine abbekommen. Diese hat dann natürlich keine „kleine“ Seriennummer, aber ein Autogramm habe ich mir geben lassen.

Meine Konfiguration: Präzisionssockel, NTSC VIC-II und original PLA & Timer:

Die neue Hauptplatine: C64 Reloaded (in einem C64C Gehäuse)
Die neue Hauptplatine: C64 Reloaded (inkl. Autogramm)

Das Board sieht sehr aufgeräumt aus und alle wichtigen Einstellungen werden direkt auf der Platine beschrieben.

Auf den bereits bestückten Bausteinen (CIAs, SID, 6510, PLA, VIC-II und EPROM) befindet sich jeweils ein Garantieaufkleber, mit einem QR-Code. Auch die Platine selbst besitzt so einen Aufkleber mit einer Seriennummer. Auf dem Slotblech für den Expansionsport befindet sich der Lizenzaufkleber inkl. Key für die C64 ROMs (Kernal, BASIC und Zeichensatz). Bei Cloanto könnt ihr damit kontrollieren, ob ihr wirklich im Besitz einer rechtmäßigen Lizenz seid.

Lizenzkey fürs Kernal- und BASIC-ROM.
Lizenzkey fürs Kernal- und BASIC-ROM.

 

Das Board ist übrigens viel „flexibler“ (HALT! Bitte nicht biegen! 😉 ), als die alten Platinen. Allerdings fehlt sogar eine Komponente komplett.

Aber der Reihe nach, hier die Besonderheiten / Möglichkeiten der C64 Reloaded Platinen:

  • Die Platine wird mit einem handelsüblichen 12V-Netzteil (DC / Gleichspannung) betrieben. Achtung: Dies ist nicht im Lieferumfang enthalten!
    Der Stecker muss außen 5,5mm und innen 2,5mm Durchmesser haben! Stellt außerdem unbedingt sicher, dass der Innenleiter PLUS führt! Es ist ratsam ein Netzteil mit mind. 1A oder bei größerer Belastung (z. B. durch SuperCPU oder REU) besser 2A einzusetzen.
    Auf der Platine werden dann die benötigten Spannungen 5V und 9V-Wechselspannung erzeugt. Diese stehen natürlich (wie gewohnt) an den externen Schnittstellen (User-, Expansions- und Kassettenport, sowie den Joystickbuchsen) zur Verfügung.
     
    Die Sorge, mit den über 30-Jahre alten C64-Netzteilen, sollte damit Geschichte sein.
     
    Falls die 12V bei euch die Idee wecken, den C64 im Auto zu betreiben, macht dies besser nicht! Eine volle Batterie liefert mehr als 12V und durch die Lichtmaschine kann es zu Spannungsspitzen kommen. Beides stellt eine Gefahr für den Rechner dar und könnte die Platine oder Bauteile beschädigen!
     
     
  • Es gibt auf der Platine keinen TV-Modulator mehr! Ihr könnt das neue Board also nicht mit einem TV-Kabel über den Antennenanschluß des Fernsehers betreiben. An Stelle des Modulators gibt es einen direkten S-Videoausgang und für den Ton eine 3,5mm Stereoklinkenbuchse. Keine Angst, für diese beiden Anschlüsse müsst ihr keine weiteren Löcher ins Gehäuse bohren! Der S-Videoausgang nutzt die nun nicht mehr benötigte Öffnung für das Antennenkabel und die Klinkenbuchse sitzt an der Stelle, wo sich der Schalter für die Kanalwahl befand.
    Klinkenbuchse für Ton und die S-Videobuchse fürs Bild.
    Klinkenbuchse für Ton und die S-Videobuchse fürs Bild.

    Wenn ihr genau hinseht, fällt euch bestimmt auf, dass die S-Videobuchse ein wenig schief ist. Der Grund dafür ist die etwas abenteuerliche Konstruktion, wie die beiden Buchsen in Position gebracht werden.

    Eine schräge Hilfsplatine sorgt für die richtige Position der Buchsen.
    Eine schräge Hilfsplatine sorgt für die richtige Position der Buchsen.

     
    Ihr könnt den C64 also direkt, mit einem handelsüblichen S-Videokabel und einem Klinke zu Cinchkabel, mit dem Fernseher verbinden. Ihr braucht daher keine Sonderanfertigung mehr, um in den Genuss eines guten Bildes zu kommen! Eure „altenDIN zu S-Video-Adapter und Kabel funktionieren aber natürlich immer noch! Setzt ihr einen Stereo-SID ein, dann könnt ihr per Jumper (J13) für die Klinkenbuchse einstellen, dass die beiden Kanäle getrennt werden. Normalerweise wird über links und rechts gleichzeitig das Mono-Signal ausgegeben.
     
    Mit Ausnahme des TV-Modulators sind alle anderen Anschlüsse aber wie gewohnt vorhanden und nutzbar.

    Ich habe mein NTSC-Board über ein „altes“ DIN-Kabel per S-Video mit meinem ACER LCD-Monitor verbunden. Die erste Aufnahme wurde mit einer Hauppauge HD PVR 2 erstellt, um Verfälschungen durch den Monitor bzw. die Kamera auszuschließen. Das zweite Bild habe ich direkt vom Monitor abfotografiert. Ein Klick vergrößert die Bilder.

    Bild: 'Captured' mit Hauppauge HD PVR 2
    Bild: „Captured“ mit Hauppauge HD PVR 2
    Bild: Abfotografiert
    Bild: Abfotografiert

    Die AEC-Streifen sehen auf dem obigen Bild übrigens dominanter aus, als sie in Wirklichkeit sind. Daher hier noch ein zweites Foto, das aus etwas größerem Abstand aufgenommen wurde.

    Dies kommt dem tatsächlichen Bild ziemlich nahe.
    Dieses Foto kommt dem tatsächlichen Bild ziemlich nahe.

     

  • Wie eingangs bereits erwähnt, sind bei den regulären Boards für CPU, VIC-II, SID und PLA immer Nullkraftsockel vorhanden. RAM (Arbeits- und Farbspeicher), EPROM, GAL (VSP-Fix), Timinggenerator und die CIAs stecken in Präzisonssockeln. Für PLA und 8701 gibt es nur noch Nachbauten, die rot hervorstechenden Bauteile unten auf dem Bild von meinem zweiten Board.
    C64 Reloaded mit Nullkraftsockeln und Ersatzschaltungen.
    C64 Reloaded mit Nullkraftsockeln und Ersatzschaltungen.

      

  • ROMs: Alle ROMs (Kernal, BASIC, Zeichensatz) sind in einem 32KB großen EPROM zusammengefasst. Das EPROM bietet außerdem Platz für einen zusätzlichen Kernal und einen weiteren Zeichensatz. Zwischen diesen Alternativen könnt ihr bei der C64 Reloaded Platine mit der <RESTORE>-Taste umschalten.
    <RESTORE> für mindestens drei Sekunden drücken, dann loslassen und abschließend RESET betätigen wechselt den Kernal. Dies setzt übrigens auch den Zeichensatz wieder auf den Standard zurück!
    Haltet ihr beim Reset <RESTORE> fest, dann wird der alternative Zeichensatz verwendet.
    Im Auslieferzustand enthält das EPROM zwei identische Kernals und Zeichensätze, sodass ihr beim Umschalten keinen Unterschied bemerken werdet. Ihr müsst euch also selbst ein EPROM brennen und damit das vorhandene ersetzen. Dazu benötigt ihr ein 27C256 EPROM mit max. 200ns Zugriffszeit. Dabei müsst ihr unbedingt das folgende Speicherlayout beachten:

    Adresse Inhalt
    $0000 - $0FFF erster Zeichensatz
    $1000 - $1FFF zweiter Zeichensatz
    $2000 - $3FFF BASIC-ROM
    $4000 - $5FFF erstes Kernal-ROM
    $6000 - $7FFF zweites Kernal-ROM

     

    Das Tauschen des EPROMs hat laut Jens Schönfeld keinen Einfluss auf die Gewährleistung. Daher ist der Aufkleber auch nur auf der Oberseite und geht nicht um die Kante herum, wie bei den anderen Bausteinen. Brecht ihr natürlich etwas ab, steckt den Baustein falschherum aufs Board oder beschädigt beim Tausch sonst irgendwas, dann seid ihr natürlich selbst schuld! Da gibt es dann auch keine Gewährleistung von Individual Computers. Hört also besser auf Dirty Harry: „Ein Mann sollte immer seine Grenzen kennen.“ 😉
    Unter „C64R: EPROM erstellen“ habe ich dies mal etwas ausführlicher beschrieben.

     

  • VSP-Fix: Die Platine bietet auch den sog. VSP-Fix. Klassische C64-Modelle sind teilweise abgestürzt, wenn eine Technik mit dem Namen Variable Screen Positioning eingesetzt wurde. Hierbei wird durch zeitnahes Manipulieren des horizontalen Scrollregisters eine Bildschirmverschiebung nach links / rechts um eine beliebige Pixelanzahl erzielt, ohne dass man den Bildschirminhalt umkopieren muss.
     
  • VIC-II-Sockel: Da die alten VICs 12V-Spannung brauchen und die neueren HMOS-Bausteine (ca. ab 1987) nur noch 5V benötigen, kann man die Spannung per Jumper (J2) einstellen. Kontrolliert vor einer Inbetriebnahme daher unbedingt, ob die für den VIC-II passende Spannung gewählt wurde! Außerdem könnt ihr auf dem Board PAL- und NTSC-Bausteine einsetzen, auch dies läßt sich per Jumper (J7) einstellen.
    Einstellungen für den VIC-II
    Einstellungen für den VIC-II

    Achtung: NTSC und PAL verwenden einen unterschiedlichen Ausgangstakt. Nur mit einem original Timer 8701 (wie oben auf dem Bild), könnt ihr diesen Takt einfach per Jumper (J8) ändern, da sich auf der Platine die beiden benötigten Quarze befinden. Ist bei euch ein CSG8701-Nachbau vorhanden, dann müsst ihr die jeweils passende Version (es gibt eine für PAL und eine für NTSC) einsetzen (der Jumper J8 hat in dem Fall keine Auswirkung mehr). Jens hat übrigens angekündigt, den CSG8701 zu überarbeiten. Somit wird es in Zukunft nur noch eine Version geben, die sich dann auch per Jumper zwischen PAL und NTSC umschalten lässt. Kleines Update: Mittlerweile könnt ihr den kombinierten CSG8701 für 19,98€ bestellen.
     

  • SID-Sockel: Auch beim SID gibt es zwei verschiedene Versionen, die eine unterschiedliche Spannung benötigen. Die alten SIDs brauchen 12V, die neueren 9V. Die Spannung könnt ihr über den Jumper (J6) einstellen. Denkt auch hier daran, die Spannungseinstellung vor dem ersten Einschalten zu prüfen. Außerdem müsst ihr noch den Jumper (J3) schließen, falls ihr einen 6581 verwendet. Da die Filter der SIDs unterschiedlich arbeiten, könnt ihr über die Jumper (J4 und J5) die passenden Kondensatoren auswählen.
    Die Einstellungen für den SID.
    Die Einstellungen für den SID.

     
    Der Jumper (J13), oberhalb des SIDs, bietet euch Einstellungen / Signale, falls ihr einen Stereo-SID einsetzt.

    Pin Funktion / Signal
    1 IO-Bereich $DF00 auswählen
    2 unbelegt, kein Pin vorhanden
    3 IO-Bereich $DE00 auswählen
    4 Audioausgang 2 (für Stereo)
    5 Adressleitung A5
    6 Audioausgang (normal)

    Im Auslieferzustand sind Pin 4 & 6 per Jumper verbunden, damit auf beiden „Kanälen“ der 3,5mm Klinkenbuchse das selbe Signal anliegt. Sonst hättet ihr bei einem normalen SID nur auf einem Lautsprecher Ton, da der C64 bekanntlich ein Mono-Signal liefert.
     

  • CPU-Sockel: Ihr könnt aufs Board (wie auch bei einem echten C64) sowohl eine 6510-CPU als auch die überarbeitete 8500 stecken. Einstellungen sind hierfür nicht notwendig.
     
  • PLA-Sockel: Die (oder das?) PLA (Programmable Logic Array) ist die Steuerzentrale des C64. Ihr könnt ohne weitere Einstellungen auf dem C64 Reloaded entweder eine original PLA (906114-01) oder einen Nachbau (z. B. RealPLA oder SuperPLA) verwenden.
    Abzuraten ist von den „EPROM-PLAs“!!! Mit diesen besteht die Gefahr, dass es zu Beschädigungen kommt!
     
  • C64Reloaded_13interner IEC-Anschluß: Zwischen dem Kassettenport und der IEC-Buchse findet ihr auf der Platine ein unbelegtes Anschlußfeld (CN4b). Dort liegen neben den IEC-Signalen, auch einige Leitungen vom Kassettenport, sowie Masse und die Versorgungsspannung für euch bereit. Der eckige Lötpunkt ist Pin 1.
     

    Pin Funktion / Signal
    1 Datasette: WRITE (Pin E-5 am Kassettenport)
    2 Datasette: SENSE (Pin F-6 am Kassettenport)
    3 Datasette: Motorsteuerung (CPU-Port Pin 5; TTL-Signal!)
    4 IEC: SERIAL SRQ (Pin 1 an der IEC Buchse)
    5 Versorgungsspannung (VCC) Achtung: Diese ist nicht abgesichert!
    6 IEC: SERIAL ATN (Pin 3 an der IEC Buchse)
    7 IEC: SERIAL CLK (Pin 4 an der IEC Buchse)
    8 IEC: SERIAL DATA (Pin 5 an der IEC Buchse)
    9 IEC: SERIAL RESET (Pin 6 an der IEC Buchse)
    10 Masse (GND)

    Diese Anschlüsse könnt ihr z. B. verwenden, um ein internes SD2IEC zu betreiben. Denkt aber daran, dass ihr eure Gewährleistungsansprüche verliert, sobald ihr auf der Platine „rumbruzelt“.
    Mit dem Jumper (J1) könnt ihr die Spannung für die Motorsteuerung deaktivieren, um etwas Strom zu sparen.
     

  • Steuersignal über Feuer vom Joystickport 2: Auf der Platine (etwas oberhalb zwischen VIC und SID) befinden sich noch zwei kleine Anschlüsse ( option select und GND). Option select wird auf HIGH gesetzt, wenn ihr während eines RESETs den Feuerknopf am Joystick in Port 2 gedrückt haltet. Hiermit könntet ihr z. B. interne Schaltungen, die ihr in den C64 gebaut habt, steuern.
     
  • Ein- / Ausschalter: Dieser besitzt drei Stellungen:
    • unten = aus
    • mitte = ein
    • oben = RESET

Der Taster springt von der RESET-Position wieder automatisch in die Mitte zurück.

 

Zwei Problemchen beim C64C-Gehäuse
Baut ihr das Board in ein C64C Gehäuse ein, dann könntet ihr auf eines der folgenden Probleme stoßen.

Wird die Tastatur von zwei Metallwinkeln gehalten, dann passt es evtl. nicht sofort. Der Winkel auf der rechten Seite kommt sich mit den Joystickbuchsen in die Quere.

Der Winkel passt beim neuen Board nicht ganz.
Der Winkel passt beim neuen Board nicht ganz.

 

Ihr müsst die kleine „Nase“ ganz links am Befestigungswinkel hochbiegen oder komplett entfernen…

C64Reloaded_08
Die ‚Nase‚ hochbiegen

…dann passt es wieder.

Was nicht passt, wird passend gemacht.
Was nicht passt, wird passend gemacht.

 

Außerdem ist das Anschlußkabel für die LED evtl. zu kurz. Bei der original Platine befindet sich der Anschluß für den Stecker auf der linken Seite (nahezu direkt unter der LED). Bei der C64 Reloaded Platine ist der Anschluß fast ganz rechts. Somit müsst ihr das Kabel ggf. verlängern.

Das Anschlußkabel für die LED ist evtl. zu kurz.
Das Anschlußkabel für die LED ist evtl. zu kurz.

Es wurde von Jens übrigens angekündigt, neue längere LED-Kabel in den Shop aufzunehmen.

 

Kein wirkliches Problem, aber schön wäre noch eine Blende für die 12V-Buchse, damit es dort nicht rein staubt:

Eine Blende für die Stromversorgung wäre nett.
Eine Blende für die Stromversorgung wäre nett.

 

Weitere Infos zu den Jumpern, Spannungen und was man sonst so wissen sollte, gibt es im Wiki-Beitrag bei Individual Computers. Auch die Anleitung verweist euch dort hin.
Werft also unbedingt einen Blick auf die C64 Reloaded Wiki-Seite, bevor ihr ein Board kauft oder es zum ersten Mal in Betrieb nehmt!

 

Falls ihr jetzt eine dieser Platinen haben möchtet, könnt ihr sie nur direkt bei Individual Computers erwerben. Die Menge ist auf maximal zwei Boards je Kunde beschränkt, nur wer erfolgreich an der Auktion teilgenommen hat, kann insg. drei Platinen erwerben. Es werden übrigens immer nur kleine Mengen, zu unterschiedlichen Tageszeiten, angeboten. Wundert euch also nicht, falls die Platine zeitweise ausverkauft ist, schaut einfach später nochmal in den Shop. Nach aktuellem Stand, ist die Anzahl der Boards beschränkt (eine genaue Stückzahl ist allerdings nicht bekannt). Ob es eine Neuauflage, nach Abverkauf des aktuellen Lagerbestandes, geben wird, ist ungewiss. Daher kann es durchaus vorkommen, dass im Laufe der nächsten Wochen oder Monate, tatsächlich keine Boards mehr zur Verfügung stehen.
Am 25.05. um 18:00 Uhr wurden die ersten Platinen regulär zum Verkauf angeboten. Der Ansturm war an diesem Tag so groß, dass der Server „dicke Backen“ machte und nun einige potenzielle Käufer sauer sind. Ganz verstehen kann ich diese Verärgerung zwar nicht, da die Voraussetzungen für alle Interessenten gleich waren, aber für die nächsten Chargen wurde Besserung gelobt.

Los geht der Spass übrigens ab 159,96 €. Dort fehlen dann allerdings noch 6510, VIC-II, SID, PLA und ein 12V-Netzteil, einige dieser Teile könnt ihr bei Bedarf über die Links auch direkt im Shop von Individual Computers finden. Der VIC-II ist erfreulicherweise (zumindest aktuell) bereits nicht mehr im Preis inbegriffen! Ein vollbestücktes C64 Reloaded Board inkl. Netzteil und Versandkosten (Deutschland), beläuft sich im Moment auf 238,82 €. Die Platinen müssen vor Auslieferung übrigens den gleichen Test bestehen, der früher auch von Commodore in Braunschweig angewandt wurde.

Mit dem C64 Reloaded Board, den Gehäusen von Dallas Moore (Kickstarter) (oder den neuen Gehäusen von der RETURN & Individual Computers, die Ende 2016 erscheinen), sowie den Tastaturkappen (Indiegogo), kommt man einem brandneuen C64 so langsam näher. Dies macht sich allerdings auch im Preis bemerkbar. Einen gebrauchten und funktionstüchtigen C64, in gutem Zustand, gibt es ab ca. 40,- €. Aber wer schaut bei seinem Hobby schon so genau aufs Geld 😉 .


Gibt es Probleme mit dem neuen Board?
Da das C64 Reloaded Board einige Neuerungen mitbringt, sollte man sich über folgende Punkte im Klaren sein.

  • Kernal, BASIC und Zeichsatz sind, wie bereits erwähnt, in einem EPROM untergebracht, daher könnt ihr keinen der bekannten Kernal-Umschalter einsetzen.
     
  • Die <RESTORE>-Taste wird, wie weiter oben erwähnt, zum Umschalten des Kernals genutzt. Ihr solltet diese im Betrieb also nicht länger als 3 Sekunden gedrückt halten, es sei denn, ihr möchtet wirklich den Kernal wechseln.
     
  • Das Board verfügt bereits über einen Digi-Fix für den SID 8580. Dieser läßt sich leider nicht abschalten, ihr habt also keine Möglichkeit den original Klang zu bekommen. Ich möchte aber behaupten, dass den Unterschied nur sehr wenige erkennen würden.
     
  • Beim Einsatz einer SuperPLA V3 funktioniert die Epyx-Fastloader Cartridge nicht! Dies liegt zwar an der SuperPLA und ist kein direktes Problem mit dem C64 Reloaded, da aber viele Boards damit ausgeliefert / betrieben werden, sollte man daran denken.

Es wird in der nächsten Zeit auch interessant zu sehen, ob es darüber hinaus Probleme gibt. In der Praxis werden sicherlich hunderte von verschiedenen Erweiterungen eingesetzt, ob die dann alle fehlerfrei laufen…

 


Schrott!!Naja...Geht so...Ganz gut...SUPER! (8 Bewertungen | Ø 5,00 von 5 | 100,00%)

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6 Gedanken zu „C64 Reloaded“

  1. Hallo,
    ich sehe du hast auf der Platine einen NTSC VIC-II 6567R9 eingesetzt.
    Kann dein Fernseher/Monitor ein Bild mit diesem VIC darstellen?
    Wenn ja, hat das Bild die üblichen Vertikalstreifen oder nicht?

    mfg Stefan

    1. Hi,
      ich habe das Board bisher nur über ein ‚altes‘ Videokabel (DIN zu S-Video) an meinen kleinen Flachbildschirm von ACER angeschlossen. Streifen sind mir jetzt nicht aufgefallen, allerdings habe ich auch nicht wirklich darauf geachtet. Wenn du möchtest, kann ich morgen Abend mal versuchen ein Foto davon zumachen.

      Gruß,
      Jörn

  2. Hey, klasse das schaut ja super aus.
    Woher bekommt man denn die fehlenden Komponenten 6510, SID, PLA und was kosten die so im Schnitt ?

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