TC64: Cartridge-Abbilder

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Turbo Chameleon 64Verwendung von Cartridge-(Modul)-Abbildern

Es kommt immer wieder zu Irritationen, wie man am Turbo Chameleon 64 Module (Cartridges) verwenden kann. Da wir heute Heiligabend haben, hat evtl. der eine oder andere (wenn er brav war ūüėČ ) ein Chameleon bekommen. Ich hoffe mit diesem Beitrag das Mysterium f√ľr jeden verst√§ndlich zu erkl√§ren und den Einstieg zu erleichtern.

 

Beginnen möchte ich mit einem beliebten

‚Einsteiger‚-Fehler
H√§ufig wird das Chameleon anscheinend nach Erhalt direkt in Betrieb genommen, ohne dass ein Blick in die Anleitung (die liegt mittlerweile in englisch und deutsch vor!) geworfen wird. Dann stolpert der unbedarfte Neuling im ‚Options‚-Men√ľ √ľber den Punkt ‚Cartridge Settings‚ und setzt z. B. ‚Cartridge Type Slot 4‚ auf ‚Pagefox‚. Dies jetzt bitte nicht nachmachen ūüėČ !

√úber 'Options'...
√úber ‚Options‘…
...kommt ihr zu den 'Cartridge Settings'
…kommt ihr zu den ‚Cartridge Settings‚
Nur die Pagefox Hardware, die Software fehlt noch!
Nur die Pagefox-Cartridge Hardware wurde festgelegt, die Software fehlt noch!

Im Hauptmen√ľ m√∂chte der frischgebackene TC64-Besitzer danach, durch Dr√ľcken der Taste ‚4‚, das vermeintliche Pagefox-Modul, im eben eingestellten Slot, starten und wundert sich dann √ľber einen (meistens) leeren Bildschirm!

So klappt das nicht!!!!!!!!!!!!
Ihr habt √ľber diesen Punkt nur die ben√∂tigte Hardware f√ľr das Modul ausgew√§hlt! Es fehlt allerdings noch die Software!!

 

Grundsätzliche Funktionsweise
Wie ihr sicherlich wisst, besteht eine C64 Cartridge immer aus zwei Komponenten:

1. Hardware
Jeder Modul-Typ hat seine eigene Platine. Auf dieser sind unterschiedliche Bauteile platziert, damit das Modul die jeweilige Aufgabe erf√ľllen kann. So unterscheidet sich z. B. ein einfaches 16KB-Spielmodul erheblich von einem EasyFlash. Das Spielmodul muss ‚nur‚ das gespeicherte Spiel in den C64-Speicher einblenden. Daf√ľr sind dann ganz wenige Bauteile notwendig.

REX9502
Eine einfache universal Platine (REX 9502) f√ľr 2x8KB oder 1x16KB

Dagegen ist die EasyFlash 3-Platine um einiges ‚komplizierter‚. Denn dieses Modul bietet u. a. mehrere Slots, eine USB-Schnittstelle und die M√∂glichkeit z. B. Spielst√§nde direkt auf dem Modul zu speichern.

EasyFlash3_001
Das EasyFlash 3 benötigt viel mehr Bauteile.

 

2. Software
Ohne ein C64-Programm werden die obigen Module allerdings nicht viel bewirken. Dieses Programm kann entweder ein einfaches 16KB-Spiel in einem EPROM sein, wie z. B. bei der REX 9502 oder eine bis zu 1MB große Programmsammlung, die beim EasyFlash im wiederbeschreibbaren Flashspeicher abgelegt wird.

 

Genau diese
Trennung zwischen Hardware und Software
findet ihr auch beim TC64 wieder!

 

Ihr habt beim Chameleon nun die Möglichkeit, Cartridges direkt zu laden oder sie dauerhaft, auf Knopfdruck abrufbar, in einem der vier Cartridge-Slots abzulegen. Dabei können die SLOTs 1 & 2 max. 64KB große Module aufnehmen, in SLOT 3 & 4 lassen sich jeweils bis zu 1MB ablegen!

Direkt nach dem Einspielen der aktuellen Firmware (hier 9b) befindet sich √ľbrigens bereits die Software f√ľr das ‚Retro Replay‚ in Slot-1 (PAL-Version) und 2 (NTSC-Fassung), nat√ľrlich steht auch die Hardware f√ľr diese SLOTs schon auf ‚Retro Replay‚. Dies kann sich durchaus √§ndern! Bei √§lteren Firmware-Versionen wurden andere Module mitgeliefert!!

TC64_Cartridge_001
Nach einem Update findet ihr ein funktionst√ľchtiges ‚Retro Replay‚ in SLOT 1 & 2.

Im Hauptmen√ľ k√∂nnt ihr den C64 jetzt mit der Cartridge aus dem jeweiligen Slot starten, indem ihr einfach die dazugeh√∂rgie Nummer dr√ľckt. ‚1‚ startet also den C64 mit der Retro Replay¬†PAL-Version, ‚2‚ startet die NTSC-Version.

Start- und Freezer-Men√ľ
Retro Replay: Start- und Freezer-Men√ľ

 

Schauen wir uns jetzt mal an, wie ihr beliebige Modul-Abbilder nutzen k√∂nnt…

 

CRT-Images
Am einfachsten lassen sich CRT-Images (wie ihr sie evtl. von VICE kennt) verwenden. Diese k√∂nnt ihr direkt im ‚File Browser‚ ausw√§hlen.

Erst mal mit F5 in den File Browser

Betätigt ihr nun auf der markierten CRT-Datei einfach die RETURN-Taste, dann seht ihr einige Infos zum Modul und es kommt eine Abfrage, in welchem SLOT es abgelegt werden soll.

CRT auswählen
CRT auswählen
Slot festlegen
SLOT festlegen

Diese Abfrage kann √ľber die ‚Cartridge Settings‚ √ľbrigens deaktiviert werden. Wenn ihr m√∂chtet, dann kann auch immer automatisch SLOT-4 genommen werden, sobald ihr eine CRT-Datei laden wollt.

Standard = Abfrage (ask)
Der Standard – Abfrage (ask)…
...kann auch fest auf SLOT-4 gestellt werden.
…kann auch fest auf SLOT-4 (always slot 4) gestellt werden.

Direkt nach der SLOT-Auswahl, wird die CRT-Datei in den entsprechenden SLOT √ľbertragen und gestartet.

TC64_Cartridge_006
Penultimate Fantasy von Georg ‚Endurion‚ Rottensteiner

Dabei wird der SLOT automatisch auf den richtigen ‚Cartridge Type‚ gestellt. Darum m√ľsst ihr euch in diesem Fall also nicht mehr k√ľmmern. Diese Info steht n√§mlich im Header der CRT-Datei. Wenn ihr ins TC64-Men√ľ wechselt, k√∂nnt ihr das auch ganz einfach mal kontrollieren…

Der 'Cartridge Type' wurde automatisch auf '16kb Game' gesetzt.
Der ‚Cartridge Type‚ wurde automatisch auf ‘16k Game‚ gesetzt.

Dies ist aber alles nur tempor√§r, ihr k√∂nnt also theoretisch durchaus SLOT-1 nehmen. Sobald ihr das Chameleon abschaltet und neustartet, gehen die √Ąnderungen verloren und es ist wieder das ‚Retro Replay‚ in SLOT-1!
Ich rate trotzdem dazu, möglichst einen freien SLOT (am besten SLOT-4) zu verwenden!
Speichert ihr die Chameleon-Einstellungen, nachdem ihr eine CRT-Datei geladen habt, dann wird auch der ‚Cartridge Typ‚ f√ľr den gew√§hlten SLOT gespeichert! Die CRT-Datei wird sich aber nicht gemerkt!! Somit st√ľnde bei obigen Beispiel, nach einem Neustart, der ‚Cartridge Type‚ f√ľr SLOT-1 z. B. weiterhin auf ‘16k Game‚, es ist aber wieder die Software f√ľr das ‚Retro Replay‚ in SLOT-1 hinterlegt. Ein Start w√ľrde somit fehlschlagen. Damit das ‚Retro Replay‚ wieder funktioniert, m√ľsst ihr den ‚Cartridge Type‚ zur√ľck auf ‚Retro Replay‚ stellen.

Ihr k√∂nnt also eine ausgew√§hlte CRT-Datei nicht ‚dauerhaft‚ auf einen SLOT legen, um das Modul jederzeit aus dem Hauptmen√ľ durch Dr√ľcken der Tasten ‚1‚ bis ‚4‚ zu starten!

 

Binäre Abbilder verwenden
Habt ihr nur ein bin√§res Image (es muss die Dateiendung .ROM haben), also keine CRT-Datei, dann m√ľsst ihr den ‚Cartridge Type‚ selbst setzen. Ein solches bin√§res Abbild beinhaltet nur die reinen Programmdaten ohne jeglichen Header, ihr k√∂nntet dies z. B. auch direkt auf ein EPROM brennen.
Die Reihenfolge (erst laden oder erst ‚Cartridge Type‚ setzen) ist dabei egal, da ein bin√§r Image nicht automatisch gestartet wird. W√§hlt also im ‚File Browser‚ ein entsprechendes Image aus…

Binäres Image auswählen
Binäres Image auswählen

Dann folgt wieder die Abfrage, in welchem SLOT das Image abgelegt werden soll. Diese kommt jetzt auf jeden Fall, egal wie der oben erw√§hnte Schalter steht. Das Chameleon kann n√§mlich nicht erkennen, um was f√ľr ein ROM-Abbild es sich genau handelt. Im Gegensatz zu CRT-Dateien gibt es hier, wie eben beschrieben, keinen Header, in dem der ‚Cartridge Type‚ steht. Wie ihr an der Auswahl erkennt, k√∂nnte ein bin√§r Abbild z. B. auch ein neuer Kernal oder ein neues BASIC sein. Ich habe hier ein 1MB gro√ües EasyFlash-Modul genommen, daher werden nur noch SLOT-3 & 4 angeboten. Ihr erinnert euch? Nur in diesen beiden SLOTs k√∂nnen Abbilder √ľber 64KB gespeichert werden.

Da das Modul √ľber 64KB hat, sind nur noch SLOT-3 & 4 m√∂glich.
Da das Modul √ľber 64KB hat, sind nur noch ‚Cartridge Slot‚ 3 & 4 m√∂glich.

Danach wird das ROM-Abbild in den Speicher √ľbertragen…

ROM in den Speicher laden
ROM in den Speicher laden

Damit wir das EasyFlash-Abbild jetzt benutzen k√∂nnen, m√ľssen wir noch den ‚Cartridge Type‚ einstellen. Geht also ins Hauptmen√ľ und w√§hlt ‚Options‚ gefolgt von ‚Cartridge Settings‚ aus. Hier m√ľssen wir nun den oben gew√§hlten SLOT (bei mir Nr. 4) auf die richtige Hardware (bei ‚meinem‚ EasyFlash) stellen.

Noch ist SLOT-4 leer...
Noch ist SLOT-4 leer…
...damit 'mein' Modul startet -> EasyFlash wählen.
…damit ‚mein‚ Modul startet -> EasyFlash w√§hlen.

Jetzt k√∂nnt ihr zur√ľck ins Hauptmen√ľ gehen und durch Bet√§tigen der Taste ‚4‚ das eben eingerichtet EasyFlash-Modul starten.

EasyFlash-Version von Maniac Mansion und Zak McKracken
EasyFlash-Version von Maniac Mansion und Zak McKracken

Evtl. habt ihr schon mitbekommen, dass der Flash-Chip des EasyFlash vom Turbo Chameleon 64 nicht unterst√ľtzt wird. Beim EasyFlash gibt es die M√∂glichkeit, dass ihr z. B. euren Spielstand direkt auf dem Modul speichert. Dies k√∂nnt ihr, trotz des Fehlens, der eben erw√§hnten Flash-Unterst√ľtzung, auch am TC64 machen! Das Chameleon leitet die Schreibzugriffe, die eigentlich auf den Flashspeicher des EasyFlash zugreifen, ins Chameleon-RAM weiter. Da das RAM beim Abschalten des TC64 nat√ľrlich verloren geht, w√§re allerdings auch euer Spielstand weg. Ihr k√∂nnt aber mit dem sog. ‚ROM Saver‚ ein neues Abbild des Moduls speichern. M√∂chtet ihr nun¬† euren Spielstand dauerhaft auf der SD-Karte sichern, dann begebt euch ins TC64-Men√ľ, wechselt in den ‚File Browser‚ und bet√§tigt die Taste F4. Damit √∂ffnet ihr das sog. Aktions-Men√ľ, w√§hlt dort ‘save ROM image‚ aus.

Das 'Aktion-Men√ľ'
Das ‚Aktion-Men√ľ‚

Nun m√ľsst ihr einen Dateinamen festlegen. Achtet darauf, dass es noch keine Datei mit diesem Namen gibt, ein √úberschreiben ist leider nicht m√∂glich!

Einen Namen eingeben
Einen Namen eingeben

Sobald ihr den Namen best√§tigt habt, erscheint ein weiteres Men√ľ. Ihr k√∂nnt n√§mlich nicht nur ein eingelegtes Modul zur√ľck auf die SD-Karte schreiben, sondern auch den Inhalt der in eurem C64 verbauten ROMs (z. B. Kernal oder BASIC). Wir wollen jetzt aber den Inhalt des EasyFlash sichern, damit unser Spielstand nicht verloren geht. W√§hlt also SLOT-4 aus.

Quelle wählen (hier SLOT-4)
Quelle wählen (hier SLOT-4)

In wenigen Sekunden wird das Abbild auf der SD-Karte gespeichert.

Das ROM wird auf die SD-Karte geschrieben.
Das ROM wird auf die SD-Karte geschrieben.

Jetzt m√ľsst ihr nat√ľrlich daran denken, beim n√§chsten Start das neue ROM-Abbild zuverwenden, damit ihr euren Spielstand nutzen k√∂nnt.

 

EasyFlash & RR-Net
Wie von Dirk bereits angemerkt, kann es zu Problemen kommen, wenn ihr ein EasyFlash-ROM mit dem Chameleon verwendet und gleichzeitig ein RR-Net verbaut habt. Stellt ihr n√§mlich den ‚Clock Port‚ auf DE02-DE0F (RR), dann √ľberschneidet sich dies mit dem Adressbereich f√ľr das EasyFlash. Dadurch kann es passieren, dass das emulierte EF nicht startet, der Bildschirm bleibt schwarz! Stellt ihr den ‚Clock Port‚ allerdings auf auto, dann geht es wieder.

Clock Port auf auto
Clock Port auf ‚auto‚

Ich lasse die Einstellung √ľbrigens immer auf¬† auto und √§ndere sie nur, wenn ich das RR-Net verwenden m√∂chte und es mit¬† auto Probleme gibt.
Da das Chameleon euch eine ganze Reihe an emulierten Geräten (Modulen) bietet, kann es auch bei anderen Kombinationen durchaus zu Problemen kommen.

 

ROMs festanbinden
Die bisher gezeigten Methoden gehen, wie bereits beschrieben, mit dem Ausschalten des Chameleons verloren. Möchtet ihr ein ROM dauerhaft einsetzen, dann habt ihr die folgenden beiden Möglichkeiten:

  1. Ihr k√∂nnt ROMs beim Einspielen der Firmware mit in den Flash-Speicher kopieren. Dann sind diese, unabh√§ngig von der aktuell verwendeten SD-Karte, immer verf√ľgbar. F√ľr die Cartridges lassen sich aber nur SLOT 1 & 2 verwenden!!
     
  2. Beim Einschalten k√∂nnen ROMs automatisch √ľber den Bootloader von der SD-Karte geladen werden. Dabei k√∂nnt ihr auch SLOT 3 & 4 verwendet.

Zun√§chst ben√∂tigt ihr zwingend ein bin√§res Abbild! Habt ihr nur eine CRT-Datei, dann k√∂nnt ihr mit dem eben beschriebenen ‚ROM saver‚ ganz simpel ein bin√§res Abbild erstellen. Einfach nur die CRT-Datei in einen SLOT laden, dann in den ‚File Browser‚ und den obigen Schritten f√ľr den gew√§hlten SLOT folgen.

Au√üerdem muss f√ľr beide Wege ein ganz bestimmter Name f√ľr das ROM verwendet werden:

  • f√ľr das C64-BASIC: BASIC.ROM
  • f√ľr den C64-Zeichensatz: CHARGEN.ROM
  • f√ľr das C64-Kernal: KERNAL.ROM
  • f√ľr das MMC64-Bios: MMC64.ROM
  • f√ľr das 1. TC64-Diskettenlaufwerk: DRIVE1.ROM
  • f√ľr das 2. TC64-Diskettenlaufwerk: DRIVE2.ROM
  • f√ľr den Cartridge SLOT-1: SLOT1.ROM
  • f√ľr den Cartridge SLOT-2: SLOT2.ROM
  • f√ľr den Cartridge SLOT-3: SLOT3.ROM *** Nur √ľber SD-Karte!!!
  • f√ľr den Cartridge SLOT-4: SLOT4.ROM¬†*** Nur √ľber SD-Karte!!!

Ich habe hier mal alle ROM-M√∂glichkeiten, nicht nur die, f√ľr die Cartridges, aufgelistet. M√∂chtet ihr also z. B. JiffyDOS als C64-Kernal einsetzen, dann m√ľsst ihr das entsprechende JiffyDOS-Abbild nur in¬† KERNAL.ROM umbenennen und wie gleich beschrieben verwenden. Neben ROMs kann der Bootloader √ľbrigens auch den Speicherinhalt einer REU beim Booten laden.

 

ROMs mitflashen
Um die gew√ľnschten ROMs ins TC64 zu flashen, m√ľsst ihr das Update direkt am Chameleon einspielen. Kopiert dazu den kompletten UPDATE-Ordner aus dem ZIP ins Hauptverzeichnis der SD-Karte. Au√üerdem solltet ihr auch noch die¬† update.prg mit in dieses Verzeichnis legen. Zu guter Letzt m√ľssen auch die ROM-Abbilder, die ihr flashen wollt, mit in das UPDATE-Verzeichnis.

Inhalt des UPDATE-Ordners
Inhalt des UPDATE-Ordners

Ich habe hier mal zum Test ein JiffyDOS-Kernal¬† kernal.rom und ein ‚The Final Replay‚-Abbild slot2.rom (kann man beim RR-Net gut gebrauchen) f√ľr SLOT-2 mit in das Verzeichnis gelegt. Da der zweite SLOT die NTSC-Version vom ‚Retro Replay‚ beinhaltet, bietet sich dieser, f√ľr ein eigenes dauerhaft gespeichertes Modul, geradezu an. Nat√ľrlich k√∂nnt ihr auch das beliebte ‚The Final Cardridge III‚ oder ‚Action Replay‚ dort ablegen. Startet jetzt √ľber den ‚File Browser‚ am Chameleon das Programm update.prg. Schon wird das Update eingespielt und dabei gleich der neue Kernal und das TFR-Modul im Flashspeicher abgelegt. Dies erkennt ihr in der √úbersicht am ‚OK‚ hinter den optionalen ROMs.

Die beiden ROMs wurden gefunden und mitgeflasht.
Die beiden ROMs wurden gefunden und mitgeflasht.

Denkt noch daran, ggf. den ‚Cartridge Type‚ f√ľr den verwendeten SLOT korrekt einzustellen (s. o.) und die Einstellungen danach zu speichern. Ab dann k√∂nnt ihr euer geflashtes Modul jederzeit starten.

'The Final Replay' läuft...
‚The Final Replay‚ l√§uft…

Auch das JiffyDOS meldet sich nun, sobald ihr ins BASIC springt.

…und auch JiffyDOS ist verf√ľgbar.

Bei weiteren Fragen zum Updaten, schaut euch mal ‚TC64: Updaten (Cores einspielen)‚ an.

 

ROMs von der SD-Karte laden
Das Turbo Chameleon 64 besitzt einen Bootloader. Auf Wunsch kann dieser beim Einschalten automatisch ROM-Abbilder laden, sodass ihr diese direkt verwenden könnt.
Kopiert dazu den CHAM64-Ordner ins Hauptverzeichnis der SD-Karte und legt dort die ROM-Images ab. Ich verwende hier mal ein EXOS V3-Kernal¬† kernal.rom und ein EasyFlash-Abbild¬† slot4.rom f√ľr SLOT-4.

Inhalt der CHAM64-Ordners
Inhalt der CHAM64-Ordners

Wie ihr seht, liegt hier auch die Online-Hilfe f√ľrs Chameleon, daher ist es immer eine gute Idee, das CHAM64-Verzeichnis auf die SD-Karte zu kopieren.

Damit der Bootloader auf die ROMs zugreift, m√ľsst ihr diese Funktion evtl. noch aktivieren. W√§hlt vom Hauptmen√ľ ‚Options‚ gefolgt von ‚Boot Settings‚ aus.

√úber 'Options'...
√úber ‚Options‘…
... weiter zu den 'Boot Settings'
… weiter zu den ‚Boot Settings‚

Stellt hier den Punkt ‚boot from SD-card‚ auf ‚on‚.

'boot from SD-Card'...
‚boot from SD-Card‘…
...auf 'on' stellen.
…auf ‚on‚ stellen.

Jetzt noch den ‚Cartridge Type‚ f√ľr SLOT-4 auf ‚EasyFlash‚ stellen und speichern. Nun wird jedes Mal, wenn das TC64 startet, EXOS V3 als Betriebssystem (Kernal) geladen

EXOS V3
EXOS V3

und in SLOT-4 liegt wieder das oben bereits verwendetet EasyFlash, sodass ihr es ganz einfach mit der Taste ‚4‚ starten k√∂nnt.

EasyFlash-Version von Maniac Mansion und Zak McKracken
EasyFlash-Version von Maniac Mansion und Zak McKracken

Dies war nur ein Beispiel. Ich w√ľrde, wegen dem oben bereits erw√§hnten Speichern von Spielst√§nden, Maniac Mansion nicht direkt mit einem SLOT verbinden!!

 

Eben habt ihr evtl. auch erkannt, in welcher Reihenfolge das Chameleon die ROMs verwendet:

  • Zun√§chst werden die geflashten ROMs geladen.
     
  • Steht ‚boot from SD-card‚ auf ‚on‚ und es werden passende ROMs im CHAM64-Verzeichnis gefunden, dann werden diese genommen und √ľbersteuern dabei evtl. geflashte ROMs.
     
  • W√§hlt ihr manuell ROMs aus, dann werden die beiden vorherigen Punkte √ľbersteuert, sobald ihr einen dort bereits verwendeten Platz benutzt.

Es empfiehlt sich √ľbrigens immer, ein ROM erstmal manuell zu testen, bevor ihr es flasht oder automatisch laden lasst. Keine Angst, ihr besch√§digt dabei nichts, im schlimmsten Fall reagiert das TC64 nicht mehr. Dies l√§√üt sich dann durch ein erneutes Update √ľber den PC beheben. Aber wozu sich unn√∂tig Arbeit machen?!


Mehr fällt mir jetzt erstmal nicht ein. Ich denke die wichtigsten Punkte sind damit geklärt, oder???

Es gibt √ľbrigens hin und wieder Stimmen, die ‚sagen‚, diese Trennung von Hard- und Software f√ľr die Module beim Chameleon, sei viel zu kompliziert. Ich m√∂chte nur mal wissen, was diese Leute sonst so einsetzen. Auch die 1541 Ultimate und VICE verwenden diese Trennung. Anders lassen sich bin√§r Abbilder sonst nicht zuweisen.

Auch VICE trennt Hard- und Software
Auch VICE trennt Hard- und Software

Einzig √ľber den Ablauf k√∂nnte man nochmal nachdenken. Warum wird z. B. beim Einlegen eines bin√§r Abbildes in SLOT 1 bis 4, nicht automatisch der ‚Cartridge Type‚ abgefragt? Auch umgekehrt w√§re es sch√∂n, wenn man beim ‚Cartridge Type‚ direkt ein ROM-Abbild ausw√§hlen k√∂nnte. Dies f√ľhrt die Punkte zusammen und sorgt f√ľr k√ľrzere Wege. Au√üerdem w√§re der Einstieg evtl. leichter.


Schrott!!Naja...Geht so...Ganz gut...SUPER! (1 Bewertungen | √ė 5,00 von 5 | 100,00%)

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3 Gedanken zu „TC64: Cartridge-Abbilder“

  1. Hallo,

    es gibt noch eine Sache, die auf die man ggf. hinweisen könnte:

    Wenn dass RR-Net in den Optionen aktiviert ist funktioniert (zumindest bei mir) ein Easyflash CRT nicht, z.B. Maniac Mansion/ZacMcKracken.
    Das RR-Net muss also deaktiviert werden Leider fehlt im TC64 leider eine Funktion um Profile f√ľr verschiedene Arbeits- oder Spielumgebungen auszuw√§hlen.

    Viele Gr√ľ√üe

    Dirk

    1. Moin,
      danke f√ľr den Hinweis.
      Ich werde das bei Gelegenheit noch Erg√§nzen. Wundern w√ľrde es mich nicht, z. B. besteht beim Speicherbereich $DE02-$DE0F die Gefahr einer √úberschneidung.

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