C64

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Ein Brotkasten erobert die Welt

Der C64 wurde 1982 von Commodore veröffentlich und bis 1993 produziert. Es war der Heimcomputer der 80‘er und gilt als am meisten verkaufter Computer, wobei die Angaben zwischen 15 und 30 Millionen schwanken, realistisch scheint ein Wert von 17-20 Millionen zu sein. Durch seine technischen Möglichkeiten, besonders im Bereich der Spiele, setzte er sich schnell bei der Jugend durch, wer hat damals nicht versucht seine Eltern mit dem Argument „Ein C64 hilft mir bei den Hausaufgaben.“, zum Kauf zu bewegen? Ich glaube ja nicht, dass bis heute auch nur ein C64 zum bewältigen der Hausaufgaben genutzt wurde 😉 . Zu den technischen Daten möchte ich hier jetzt nicht mehr viel sagen, einiges ist unter „Kleine Hardwarekunde“ zu finden, bzw. wird bei der Assembler-Programmierung erklärt.

Wie auf der Startseite erwähnt, habe ich 1984 meinen ersten (und bis 2011) einzigen C64 erstanden. Der Brotkasten wurde kurz nach Erwerb um zwei RESET-Taster (je einer für Rechner und Floppy) und eine 4-fache Kernal-Umschaltplatine erweitert.

Die verbauten Kernal-ROMs sind:

  • Original C64 ROM : Klar, das sollte aus kompatibilitäts Gründen immer auswählbar bleiben, falls ein Speeder mal Probleme verursacht.
     
  • Hypra Load : Der erste Floppy-Speeder, der in der 64‘er veröffentlicht wurde (Ausgabe 10/1984 ab Seite 67) evtl. sogar der erste reine Software-Speeder überhaupt. Dieser wurde von Boris Schneider (damals noch ohne „-Johne“, wie wir ihn auch aus der Power Play kennen) und Karsten Schramm (der unter anderem die bei Markt & Technik erschienenen Bücher „Die Floppy 1541“ und „Die Floppy 1570/1571“ geschrieben hat)  entwickelt. Der Speeder erreichte eine ca. 6x schnellere Lesegeschwindigkeit.
     
  • EXOS V3 : Eigentlich eine Betriebssytemerweiterung von Johannes Schemmel. Der serielle Floppyspeeder wurde von ihm erst nachträglich hinzugefügt und dann, zwei Jahre nach Hypra Load, unter dem Namen EXOS ebenfalls als Listing des Monats in der 64‘er (Ausgabe 12/1986) veröffentlicht. Später ist von REX-Datentechnik auch eine Modulversion erschienen. Die Kompatibilität wird häufig bemängelt, aber im großen und ganzen funktioniert es sehr gut. Die Floppy lädt Programme bis zu 14x schneller.
     
  • SpeedDos : Ein sehr verbreiteter Parallel-Port-Speeder. Neben dem C64 musste auch die Floppy umgebaut werden. Dazu wurde ein neues ROM ins Laufwerk gesteckt und ein Parallelportkabel als Verbindung zum C64 verbaut. Aktuell besitze ich leider keine umgebaute Floppy mehr, um SpeedDos zu nutzen.

Damals war ich sehr stolz, dass es nun mein C64 war, bei allen Kernals zeigt er nach dem Einschalten immer meinen Namen an:

Die Startmeldung meiner vier Kernals.
Die Startmeldung meiner vier Kernals.

 

Mein C64 von 1984 war „Made in Germany“ und läuft heute noch ohne Probleme. Auch wenn er früher leiden musste, hüte ich ihn heute wie einen Schatz. Da stecken so viele Kindheitserinnerungen drin…ach…waren dass noch Zeiten…

 

Für eigene Experimente habe ich mir weitere C64-Modelle über ebay besorgt. Aktuell besitze ich zusätzlich noch diese Modelle, den Aldi-C64 und einen Ur-C64 (der mit den orangen Tasten) hätte ich auch noch gerne.

 

Ein weiterer Brotkasten-C64:

Ein weiterer C64 'Made in UK'
Ein weiterer C64 – Made in UK

 

C64C (C64 II)

Der C64C (so die offizielle Bezeichnung) wird fast immer als C64 II (diesen Namen prägte die 64‘er) bezeichnet. Er wurde 1986 von Commodore veröffentlicht und orientiert sich vom Design am C128. Das Gehäuse ist flacher als bei den bisherigen C64-Modellen (Brotkasten), dadurch wurde es schwieriger Erweiterungen ins Gehäuse einzubauen. Technisch ist er mit dem Vorgänger identisch, natürlich gibt es auch hier wieder verschiedene Revisionen. Bei den ersten Modellen waren die Tasten noch wie beim Brotkasten (von oben und vorne) bedruckt, ab 1987 wurden die Tasten komplett von oben beschriftet.

C64C
C64C
 

C64G

Der C64G erschien 1988 als Nachfolger des Aldi-C64 und kam (nach dem C64C) wieder als Brotkasten daher. Interessant ist die grüne Power-LED, die veränderte Beschriftung der Tasten (alle Infos sind jetzt oben, wie beim C64-II) und das nun nicht mehr metallische Typenschild.

C64G - Made in China
C64G – Made in China

 

 

 

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Ein Gedanke zu „C64“

  1. Also ich hatte mal einen Bio-Aufatz mit meinem C64 geschrieben. Auf einem MPS 801 ausgedruckt sah es aber nicht sehr schön aus.

    Meien C64 von 1985 habe ich Ende der 80er entsorgt, als er mal wieder kaputt war.
    1992 habe ich aber als Student für 150 DM von meinem Zimmernachbarn einen „neuen“ gebrauchten C64 mit Datasette abgekauft. Den hab ich immer noch. Außerdem hab ich einen C128D und 2 1541 Floppies.

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